Südafrika

 

Blick auf Lion’s Head

Ankunft in Kapstadt / Camps Bay am 9.2.2004.  Wir bezogen unser Quartier im Atholl Guesthouse mit sehr schönem Blick auf den Atlantik und Signal Hill mit Lions Head. Am nächsten Tag machten wir zunächst eine geführte Tour durch Kapstadt im Minibus um nachmittags unsere Bikes bei Tony einem privaten englischen Verleiher abzuholen. Wir bekamen zwei 1150 und eine 1100 GS. Die Bikes waren in unterschiedlichem Zustand. Das Profil meiner Reifen war reif für einen Wechsel und auch sonst war die Maschine nicht gerade optimal gewartet, wie sich später am Swartberg-Pass zeigen sollte. Dennoch verlief die erste Probefahrt zur Gewöhnung an den Linksverkehr durch die Umgebung von Kapstadt völlig problemlos.

Nach unserer Rückkehr gingen wir hinunter zur Strandpromenade um im „Codfather“ Crayfisch und Seafood bis zum Abwinken zu genießen.

3. Tag:   Ab zum Kap! Zum Eingewöhnen machen wir eine Tour rund um das Kap der Guten Hoffnung. Besuch einer Pinguinkolonie bei Simonstown, danach Wanderung zum Capepoint.  Heimfahrt über den wieder eröffneten Chapman’s Peak Drive mit traumhaften Ausblicken. Zum Abendessen servierte uns die Köchin des Atholl Guesthouse einen fantastisch zubereiteten Yellowtail, („the best ever“!) von dem ich noch heute träume.

4. Tag:   Wir verlassen Kapstadt am frühen Morgen in Richtung der Südspitze des afrikanischen Kontinents. Auf der Fahrt konnten wir unsere Regenklamotten ausgiebig testen. Der stürmische Regen peitsche seitlich derartig heftig gegen uns, so dass wir uns lange Zeit im „gefühlten“ 45°-Winkel mit unseren Bikes auf der Strasse vorwärtskämpfen mussten. Am Cape Aghulas, „the southernmost Point of Africa“, treffen Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander. Man kann hier den zweitältesten Leuchtturm Afrikas erklimmen. Hier befindet sich auch der südlichste Briefkasten Afrikas und die hier eingeworfenen Briefe erhalten einen entsprechenden Sonderstempel. Wir übernachteten im Cape Aghulas Guesthouse.

Cape Aghulas, Nahtstelle zwischen Atlantik und Indischem Ozean

5. Tag:    Mit Klaus‘ Geburtstag besserte sich auch das Wetter. So fuhren wir weg von der flachen Küstenlandschaft über den wilden Tradouw Pass in die Halbwüste „Little Karoo“, vorbei an Straußenfarmen, nach Outshoorn, der größten Stadt der Region. Wir überquerten den Outeniqua Pass und fanden uns wieder an der Garden Route. Bei einem kurzen Stop zum Mittagessen haben wir bei strahlendem Sonnenschein Zeit zu einem Bad im Indischen Ozean, der im Gegensatz zum Atlantik bei Kapstadt, mit angenehmer Wärme überrascht.

Wir übernachteten in der Point Lodge, an der stillen Lagune von Knysna, bekannt für seine vorzüglichen Austern, die wir auf der Fahrt mit einem Katamaran geniessen konnten. Wir durchquerten die Lagune und fuhren hinaus auf’s offene Meer, wo wir leider wegen einer Flaute bei hohem

In der Lagune von Knysna

Seegang bald wieder umkehren mussten. Vielleicht war das auch besser so, da wir uns sonst wegen des ordentlichen Seeganges die Austern möglicherweise nochmal hätten „durch den Kopf gehen  lassen müssen“.

6. Tag:  Wie immer früh am Morgen Weiterfahrt entlang der Garden Route, vorbei an Plettenberg Bay Richtung Tsitsikamma NationalPark. Wir verlassen die Hauptstrasse und cruisen über einsame kurvenreiche Strässchen um Storms River Mouth. Kurzer Trek zur Hängebrücke die in schwindelnder Höhe die Mündung des Storms River in den Indischen Ozean überspannt. Weiter in Richtung Port Elisabeth, dem östlichsten Punkt unserer Tour. Wir biegen hier ab gen Norden durch typische afrikanische Buschlandschaft. Wir übernachten im Halstaed Guesthouse, nicht weit entfernt vom Addo Elephant National Park. Am Abend unternehmen wir die erste Pirschfahrt mit anschliessendem Abendessen am Lagerfeuer im Bushcamp.

7. Tag:  Afrika klassisch: Frühstück bei strahlendem Sonnenschein, Pirschfahrten und Erholung am Pool. Im Addo Elephant NP haben wir zwar nicht die Big Five gesehen, aber doch Elefanten, Giraffen, Nilpferde, Nashörner, einen Geparden und die verschiedensten Antilopen.

8. Tag:  Es geht weiter ins Landesinnere auf hervorragenden Strassen ohne Verkehr und erreichen abends die historische Stadt Graaf Reinet. Vor dem Abendessen unternehmen wir einen kurzen Ausflug ins Valley of Desolation wo wir einen wundervollen Sonnenuntergang über der Great Karoo Wüste erleben. Bei der Rückkehr hatten wir gerade noch das Glück zum Abendessen ins Restaurant eingelassen zu werden. Eine sehr saubere aber total spiessige Stadt. Übernachtung im Villa Reinet Guest House.

9. Tag:  Wir fahren durch das endlose Flachland der Great Karoo bis wir schliesslich Oudtshoorn, die „weltweite Hauptstadt der Strausse“. Übernachtung bei „Daggi“ auf der Montana Guest Farm, die von einem deutschen Ehepaar geführt wird.

10. Tag:  Besichtigung einer Straussenfarm, wo Gabi sich nicht scheute auf einem Strauss zu reiten. Wir brechen auf zu den Swartbergen, einer Gebirgskette die Grosse und Kleine Karoo trennt. Wir überqueren den Swartbergpass, eine 27 km lange Schotterstrasse die 1881 – 1986 mit Hilfe von Sträflingen erbaut wurde. Die nur wenige Zentimeter hohe seitliche Begrenzung erinnert an unsere Randsteine und macht nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Auf der Passhöhe genossen wir den herrlichen Ausblick. Das Bergabfahren auf einem geschotterten Pass verlangt die ganze Aufmerksamkeit und es empfiehlt sich vor den Kurven nur die Hinterradbremse zu benutzen. Leider war an meinem schlecht gewarteten Moped die Bremsflüssigkeit schon lange nicht mehr gewechselt worden so dassich beim Bremsen ins leere trat. Nur mit viel Mühe und Glück brachte ich das Motorrad vor der Kehre zum Stehen, denn dahinter ging es 100 m in die Tiefe. Jürgen übernahm vorübergehend den Transport unserer beiden Beifahrerinnen bis meine Bremsflüssigkeit wieder abgekühlt war. Auf dem Heimweg passieren wir Kogman’s Kloof eigenartige Felsformationen die ausehen wie eine vom Teller gerutschte Lasgne.  Danach relaxen und Abendessen auf der Farm.

11. Tag:  Weiter geht es auf der Route 62 einer der Traumstrassen Afrikas. Wir durchqueren erneut die Little Karoo

Ronnies „Sex“ Shop

über den rauhen Landweg Ladysmith-Barrydale-Calitzdorp-Montague. Kurze Rast in Ronnie’s Sexshop, dem berühmtesten Etablissement auf der Route 62, den man unbedingt gesehen haben muss. Wir verlassen die Wüste und erreichen das fruchtbare Obstanbaugebiet Robertson. Unser Gasthaus für diese Nacht ist eine schon lange bewirtschaftete, liebenswürdige Weinfarm, Nuy Valley Guest Lodge in Nuy.

12.Tag:  Auf dem Weg nach Franchhoek, neben Paarl und Stellenbosch das berühmteste Weinanbaugebiet Südafrikas, cruisen wir auf der 7-Pass-Route. Übernachtung auf dem Oude Jongh Estate bei Franchhoek. Das Abendessen war sehr dürftig, eher ein Snack, dafür floss der Wein in Strömen bis in die frühen Morgenstunden. Gleichzeitig fand auf dem Weigut eine Hochzeitsfeier statt. Was Jürgen und Klaus zu früher Stunde dazu veranlasste das Brautgemach, das genau neben unserem Zimmer lag, aufzusuchen und das mit Rosenblättern bestreute Bett ausgiebig zu testen.

13. Tag:  Pinotage der Superwein aus Afrika bestimmt den heutigen Tagesablauf. Fahrt durch das schönste Weinanbaugebiet Südafrikas, Besichtigung von Weingütern, Picknick und Weinprobe. Übernachtung und Abendessen auf dem Oude Jongh Estate.

14. Tag: Fahrt nach Bloubergstrand an der Atlantikküste, wo uns ein fantastischer Blick auf den Tafelberg wieder in Kapstadt willkommen heißt. Übernachtung im Atholl House in Camps Bay.

Kapstadt Sunset 2

Der letzte Abend in Kapstadt

15. Tag:  Mit einer letzten Fahrt zum Signal Hill nehmen wir Abschied von Capetown und Südafrika. Anschließend bringen wir die Bikes zurück zu Toni in Constantia und lassen den letzten Abend mit einem grandiosen Dinner ausklingen.

 

Bilder Südafrika 2004

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