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Versicherungen

zu Hause abgeschlossene Versicherungen

Motorradversicherung:

Nachdem die deutschen Versicherungen im außereuropäischen Ausland keinen Versicherungsschutz gewähren, war es gar nicht so einfach eine Motorradversicherung zu finden, die für alle Länder Südamerikas gilt. Schließlich fand ich eine, die ganz Südamerika, außer Kolumbien abdeckt. Das Risiko ohne Versicherung zu fahren schien mir zu hoch, da ich in keinem dieser Länder im Falle eines Unfalles im Knast landen möchte. Bei der “Insurance Co. of the State of Pennsylvania” habe ich eine Haftpflichtversicherung für sechs Monate für 639.- $ abgeschlossen und für weitere 605.- $ eine Vollkaskoversicherung für den gleichen Zeitraum, da erfahrungsgemäß sehr viele Südamerikaner keine Haftpflichtversicherung haben und ich bei einem nicht verschuldeten Unfall mit der neuen Maschine nicht auf dem Schaden sitzen bleiben möchte. Eine bei der gleichen Gesellschaft abgeschlossene Haftpflicht für die USA und Kanada kostet für nur 2 Monate 418.- $.

„SOAT“ aus Kolumbien, Ecuador und Peru, jeweils vor Ort abgeschlossen

 Für Kolumbien kann man eine Haftpflichtversicherung, eine sogenannte “SOAT” (Seguro Obligatorio de Accidentes de Transito) bei einer Agentur im Land abschließen. “SOAT”-Agenturen gibt es auch an vielen größeren Tankstellen. Ein regelmäßiges Problem ist im Versicherungsantrag die deutsche Passnummer, da sie nicht nur Zahlen sondern auch Buchstaben enthält, das Versicherungsformular aber nur Zahlen akzeptiert. Man kann sich mit dem Personalausweis weiterhelfen, dessen Nummer nur aus Zahlen besteht! (gilt jedoch nicht für den Neuen in Scheckkartengröße)!  Auf meiner Rückreise hat die Polizei in Peru bei jeder Kontrolle die Vorlage einer SOAT verlangt (kostet für 4 Wochen etwa 8 €). Auch auf der Rückfahrt durch Ecuador bestand der Zoll auf dem Abschluss dieser Versicherung! Übrigens bekam ich bei der amerikanischen Versicherung einen Nachlass von über 200 $ und zwar 10% Nachlass für den Nachweis eines Sicherheitstrainings, das ich bei BMW in Hechlingen absolviert habe und 5% für die Mitgliedschaft in einem Motorrad-Club (BMW Motorcycle Owners of America). Ich habe mit meiner Versicherung, der Allianz, verhandelt meinen Versicherungsschutz für das Motorrad ruhen zu lassen bis es wieder in Deutschland zurück ist. Ich wollte es nicht bei der Zulassungsstelle abmelden, da ich dann keinen Fahrzeugschein mehr hätte, den man ja an den jeweiligen Grenzen vorzeigen muss. Übrigens empfiehlt sich die Mitgliedschaft in einem solchen Verein wie “BMW MOA” nicht nur für USA. Sie geben ein sogenanntes “Anonymous Book” heraus mit hunderten von Adressen mit Telefonnummern an die man sich im Falle einer Panne oder auch nur zum Quatschen oder Kaffeetrinken wenden kann. Darüber hinaus sind die Communities von “Horizons Unlimited“, die es weltweit in vielen größeren Städten und vielerorts auch auf dem Land gibt, in allen Situationen sehr hilfreich.

 

Krankenversicherung:

Ich habe bei der ”Central” eine Privatversicherung die auch alle anfallenden Kosten im Ausland ohne Zusatzprämie für 12 Monate versichert. Das mag bei anderen Versicherern unterschiedlich geregelt sein, weshalb es ratsam ist der Gesellschaft schriftlich mitzuteilen wenn man beabsichtigt länger als 3 Monate im Ausland zu bleiben! Meine Sozia ist gesetzlich versichert und hat eine stationäre Zusatzversicherung bei der “Central”, bei der sie jetzt für eine Zusatzprämie von 80 Cent / Tag ebenfalls eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat (für USA und Kanada ist die Prämie höher!). Ein notfalls erforderlicher Krankenrücktransport nach Deutschland ist durch diese Versicherungen ebenfalls gewährleistet. Es empfiehlt sich dringend bei den abgeschlossenen Versicherungen das Kleingedruckte durchzulesen, denn der Teufel steckt im Detail! So weigerte sich eine nur zwei Wochen zuvor mit dem geplanten Rückflug abgeschlossene Reiserücktrittversicherung, die Kosten für den Reiserücktritt zu übernehmen, da unsere Reise zu diesem Zeitpunkt schon länger als 42 Tage gedauert habe. Auch Rotes Kreuz, ADAC und Master Card (Golden Card) übernehmen keine Rücktransportkosten wenn die Reise länger als ein paar Wochen dauert. Bei der Flugbuchung im Internet ist das Häkchen für die Reiserücktrittversicherung schnell gesetzt, es kostet ja nur 6,90 €! Dass diese Kosten pro Monat anfallen und der Vertrag über ein Jahr abgeschlossen wird, übersieht man allzu leicht, ebenso wie die Klausel, dass er sich automatisch um ein Jahr verlängert, sofern er nicht 3 Monate vor Ablauf gekündigt wird. Perfiderweise kostet er im Folgejahr dann das Doppelte, nämlich 160 €!

 

1 Kommentar

  1. Ingo Schmale

    Sehr informativ und klaert die meisten meiner, beim durchforsten Ihrer wunderbaren webseite, entstandenen Fragen.

    Gruss aus Thailand

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