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New South Wales

 

 

13.10.2015                                                                                              Brisbane  – Byron Bay

 

Nach Surfers Paradise erreichen wir die Grenze zu New South Wales ohne dass sich etwas Wesentliches ändert. Wenngleich wir jetzt an den östlichsten Punkt des Kontinents gelangen und unsere Uhren wieder einmal um eine Stunde verstellen müssen, womit sich der Zeitunterschied zu Deutschland auf 9 Stunden erhöht. Byron Bay ist ein sehr lebendiger, bunter Ort, Treffpunkt von Alt- und Junghippies aus aller Welt. Krischna-Jünger, Wahrsager, Gesundbeter drängen sich auf der Johnson Street. Am Strand lauschen Dreadlocks und Dread-Heads in fröhlicher Runde einem wild tätowierten Trommler wobei der Joint die Rund macht.

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der Strand von Byron Bay

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Aufgrund des sich verschlechternden Wetters mit beginnendem Regen lässt sich das Flair, welches diese hippige Stadt ausstrahlt nicht darstellen. Gegen Abend vernichtet heftiger Regen und Gewitter unsere Pläne schön auszugehen und dabei die Szene zu beobachten.

 

14.10.2015                                         Kilometerstand:  26 577 km                                      Byron Bay  –  Macquarie

Trotz der üblen Wettervorhersage gelingt es uns im Trockenen zu starten und meist im Sonnenschein zu fahren. Das Gewitter von gestern hat die Temperaturen auf zum Motorradfahren angenehme 24°C fallen lassen. Wir sind auf dem Pacific Hwy unterwegs. Obgleich der in Küstennähe verläuft gibt die Landschaft nur selten den Blick auf’s Meer frei. Zumeist begleiten uns Eukalyptuswälder, Wiesen und immer wieder Zuckerrohrplantagen. Nach einigen hundert Kilometern hat man das Gefühl in Schleswig-Holstein zu sein, satte Wiesen bis zum Horizont mit ebenso satten Kühen darauf. Wären die Kühe nicht einfarbig schwarz oder beige und in weiter Ferne mal ein Berg, das Bild wäre perfekt. Unsere Fahrt wäre ein Genuss, wäre der Pacific Hwy nicht eine einzige Baustelle. Statt der sonst erlaubten 100 km/h, 80, 60 oder auch 40 km/h, ampelgeregelte einspurige Abschnitte über hunderte von Kilometern. Es ist kaum zu fassen wie viele Straßenbauer, Bagger, Radlader, Kräne in Australien existieren. Vermutlich muss deshalb jeder „Work-And-Traveller“ acht Wochen beim Straßenbau arbeiten! Fünfzig Kilometer vor dem Ziel ist es dann so weit, dicke dunkle Regenwolken ziehen auf. Auf einer Raststätte spricht uns ein australischer Autofahrer an, durch sein T-Shirt als GS-Fahrer ausgewiesen, und warnt uns eindringlich vor dem Starkregen, der im Süden, wo er gerade herkomme, niederginge. Wir nehmen die Gelegenheit zu einer Pause wahr, kehren bei Mc Donalds ein und probieren ob wir nach Genuss eines Big Mac noch in unsere Regenklamotten passen. Es geht noch! Und das Moto liegt jetzt deutlich satter auf der Straße, was ja bei diesem Wetter nicht unwichtig ist.

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15.10,2015                               Kilometerstand:  27 020 km                             Macquarie  –  Pokolbin (Hunter Valley)

Die ganze Nacht hat es geregnet. Im Augenblick sieht es so aus als könnten wir wenigstens im Trockenen starten. Unser Ziel ist das Hunter Valley, eine insbesondere für ihre Weißweine wie Semillon und Chardonnay bekannte Weingegend. Mit dem Pacific Hwy bin ich heute wieder versöhnt, da er uns ohne weitere Baustellen erlaubt den dicken, dunklen Regenwolken gen Süden zu entfliehen. Die Wolken werden bald immer freundlicher bis schließlich nur noch schneeweiße Wattebäuschchen das Hellblau des Himmels zierten. Bei einer Kaffeepause werden wir von einem Australier auf das Moto angesprochen. Er habe auch eine GS jedoch kaum die Möglichkeit zu fahren, denn er arbeite auf der neuseeländischen Forschungsstation in der Antarktis und die sei weniger geeignet zum Motorradfahren! Er trifft sich hier mit seiner Partnerin, die, um sich während seiner mehrmonatigen Aufenthalte am Südpol nicht zu langweilen, bei der „School of the Air“ in Alice Springs arbeitet. Am frühen Nachmittag erreichen wir unser Resort in dem wir die nächsten 3 Tage bleiben werden um zu relaxen und den Chardonnay zu genießen. Für Morgen haben wir uns zu einer geführten Weinproben-Tour angemeldet. Das Moto hat Pause bevor es in die Blue Mountains weitergeht.

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16.10.2015                                     Hunter Valley

 

Das Hunter Valley liegt knapp hundert Kilometer von der Küste landeinwärts. Es ist ein relativ kleines aber feines Weinanbaugebiet, in dem nur etwa 3% des australischen Weines produziert werden, vor allem Weißweine wie Semillon und Chardonnay sowie Shiraz und Merlot als Rotweine. Auf unserer „Guided Tour“ über sechs Weingüter haben wir ausreichend Gelegenheit uns von der Qualität der angebotenen Weine zu überzeugen. Als ich über eine Wiese stürme um eine große Herde Kängurus mit der Handy-Kamera einzufangen werde ich vom Guide energisch zurück gepfiffen. Die ungemähten Wiesen dieser Region seien Habitat der giftigsten Schlangen der Welt, der Fierce Taipan, Brown Snake, Tiger Snake, Death Adder und verschiedener Unterarten. Vor Entwicklung eines Antidots 1956 sind nur 2 Überlebende nach Biß durch eine Fierce Taipan berichtet worden, die meisten Todesfälle gehen jedoch auf das Konto der Brown Snake, da sie wesentlich zahlreicher vorkommt als die Taipan. Beiden gemeinsam ist, dass sie, eher scheu, den Menschen fliehen, in die Enge getrieben aber gleich mehrfach zubeißen. Den Abend beschließen wir mit einem zünftigen BBQ und Nachlese der mitgebrachten Weinproben unter sternenklarem Himmel mit wunderschöner schmaler Mondsichel am Horizont. Übrigens, wie im Sommer zu Hause, begleiten uns die Frösche in den nahen Teichen mit einem wunderbaren Konzert durch die Nacht und vermitteln uns so ein wenig Heimatgefühl.

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warten auf den Tour-Bus

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Weingärten im Hunter Valley

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Chardonnay ist der einzige Weißwein der in Holzfässern lagert

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Weinprobe mit leerem Glas

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suchen Schutz vor der Hitze

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… ist gleich 5 Uhr, auf zur „Happy Hour!“

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Ausklang des Abends stimmungsvoll untermalt von einem anhaltenden Froschkonzert

 

17.10.2015

Seit dieser Warnung halte ich mich daran nicht mehr über Wiesen zu laufen, weshalb wir heute auf dem Weg zu einem Weingut nicht querfeldein sondern artig am Straßenrand entlang gelaufen sind. Leider gibt es hier nicht wie in Europa Wanderwege durch die Weingärten. Nach unserer Wanderung genießen wir das warme Frühlingswetter von 32°C, das jahreszeitlich unserem April entspräche, am Pool. Ansonsten ist relaxen angesagt. Ich habe allerdings entdeckt, dass am Moto die ersten Spinnweben im Sonnenlicht glitzern, höchste Zeit wieder aufzubrechen!

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Spinnweben zwischen rechtem Lenker und linkem Spiegel!

 

 

18.10.2015                  Kilometerstand: 27 293 km                                               Hunter Valley – Blue Mountains

 

Nach heftigem nächtlichem Regen begleitet von einem kurzen Gewitter hat es deutlich abgekühlt und so starten wir bei trübem Wetter und 20 °C. Wir lassen die Weingärten hinter uns und nehmen die Putty Road in Richtung Blue Mountains, eine bei Bikern sehr beliebte kurvenreiche Strecke, wie die zahllosen entgegen kommenden Motorräder belegen. Leider ist die Straße vom nächtlichen Regen noch sehr nass, so dass bei Schräglagen eine gewisse Vorsicht angebracht erscheint. Als schließlich noch ein leichter Nieselregen einsetzt beginnt die Temperatur langsam aber stetig zu sinken. Nachdem die Wolken wie unsere Stimmung sich verdunkeln, beschließen wir eine Abkürzung von 50 Kilometern. Auf dem Great Western Hwy wird der leichte Regen dann von dichtem Nebel abgelöst, so dass von der Straße, geschweige denn den Blue Mountains, herzlich wenig zu sehen ist, für uns also nur „Misty Mountains“! Die Temperatur auf nunmehr 1100 m Höhe ist gefühlt auf dem Nullpunkt, nach dem Display auf 13 °C. Wir finden trotz dieser Nebelsuppe in Blackheath ein kleines Motel, in dem wir sofort die Heizung anwerfen und auf besseres Wetter warten.

Die Blue Mountains sind Teil der „Great Dividing Range“, eines riesigen vom Norden Queenslands bis Tasmanien reichenden Gebirgszuges, der die Ostküste vom Landesinneren trennt. Ihr höchster Gipfel erreicht die für australische Verhältnisse gigantische Höhe von 2228 Metern. Der Name Blue Mountains beruht auf dem Phänomen, dass sich das Sonnenlicht in den tagsüber aus den Eukalyptuswäldern aufsteigenden ätherischen Dämpfen bricht und ihnen einen blauen Schimmer verleiht.

der Anführer unseres Begrüßungskommitees

der Anführer unseres Begrüßungskommitees

 

18.10.2015                           Kilometerstand: 27 597 km                           Blackheath / Blue Mountains

 

Versteckten sie sich gestern noch in dichtem Nebel, so präsentieren sich die Blue Mountains heute in ihrer vollen Schönheit und machen ihrem Namen alle Ehre. Vom Echopoint in Katoomba hat man einen unschlagbaren Blick auf die Blue Mountains und die „Three Sisters“. Die drei Felsformationen, die 900 Meter in die Höhe ragen sind zu Stein gewordene Schwestern die sich in der Traumzeit der Aborigines in drei Brüder eines verfeindeten Stammes verliebt hatten und von diesen entführt worden waren. In der darauf entstehenden Fehde zwischen den Stämmen verwandelte ein mächtiger Stammesältester die drei Schwestern zu ihrem Schutz zu Stein. Nur durch seine Worte konnte der Zauber wieder gelöst werden, doch er fiel in diesem Kampf, womit, das Schicksal der Schwestern besiegelt war. Sie  müssen nun Tag für Tag als Selfie-Motiv für Abertausende Chinesen, Japaner und Philipinos herhalten!

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Three Sisters in den Blue Mountains

Die Fotos sind schnell im Kasten, die drei Schwestern ausreichend bewundert als Edith den Wunsch äußert den Scenic Walk zu den Katoomba Falls zu unternehmen um sich ein wenig zu bewegen. Nach Angaben der Dame an der Touristen-Info sei der Weg für Rollstuhlfahrer geeignet! Das muss ein Übersetzungsfehler gewesen sein, denn es geht fast eine Stunde lang bergauf, bergab am Abgrund entlang und das in Motorradklamotten, wenigstens ohne Helm. Wer die Fälle von Iguazú kennt, ahnt was ich nach dieser mühseligen Kletterei erwartet habe. Meine Enttäuschung ist fast so groß wie die Erschöpfung. Und dann gibt es ja auch noch den Rückweg! Wir befinden uns doch schließlich auf einer Motorrad-, nicht auf einer Wandertour!

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Scenic Walk für Rollstuhlfahrer geeignet (sofern Allrad!)

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Blue Mountains vom „Wheelchair Walk“ aus

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typisch englisches Cottage

Am späteren Nachmittag besuchen wir den Rhododendron Garden von Blackheath, eine Parkanlage, nicht weit von unserer Unterkunft, in der wir die Farbenpracht der zahllosen zum Teil riesigen Rhododendren und Azaleen bewundern und genießen. Am Ausgang des Parks finden wir einige Waratahs, eine in Südost-Australien beheimatete Pflanze aus der Familie der Silberbaumgewächse, auch Telopea genannt, zu der auch die Protea, Südafrikas Wappenblume gehört.

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Azaleen und Rhododendren

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Waratah oder Telopea

 

20.10.2015                                          Kilometerstand:                                                     Blackheath  –  Sydney

Blackheath liegt 1050 m über dem Meeresspiegel. Auf dem Weg hinunter zur Küste wird das Wetter immer sonniger, die Temperatur steigt von 20 auf 32°C. Unser Ziel ist das Stadtzentrum von Sydney, wo wir im 12. Stock eines 32-stöckigen Wolkenkratzers ein wunderschönes B&B beziehen. Es ist nicht einfach als Fremder in dieser Stadt so ein Haus anzufahren. Es gibt keine legalen Park- nicht einmal Haltemöglichkeiten in der Straße und deshalb flüchte ich mich mit meinem Moto zunächst einmal illegalerweise auf den Gehsteig. Aber Jessie, unsere rührige, jugendliche Gastgeberin, hat Alles perfekt organisiert. Der Schlüssel liegt beim Concierge, ein Platz in der Tiefgarage ist organisiert und sogar ein Termin für Edith beim Friseur ist arrangiert. Für mich tat’s ja der Wüsten-Figaro im Outback, in Alice Springs, der in seiner Freizeit Schafe trimmt, aber Edith wollte natürlich zum angesagten Coiffeur in Sydney Downtown! Ich durfte dem schweigend beiwohnen und bekam zum Trost einen Cappuccino nach dem anderen serviert, sowie ein australisches Männermagazin angeboten, in dem ich erfuhr „Real Men Ride Motorbikes“ und „Avoid buying a scooter, because there’s something inherently unsexy about a man sat with his legs together!“ Der Besuch hat sich in jeder Hinsicht gelohnt, wir verließen Beide hoch zufrieden den Hairdresser.

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ohne Kommentar!

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Sydney ist mit etwa 4 ½ Millionen Einwohnern die größte Stadt Australiens und Hauptstadt von New South Wales. Die Botany Bay, südlich der Stadt, wurde 1770 von Captain Cook entdeckt, 1788 erreichte Captain Arthur Phillip mit 800 Sträflingen und 500 Soldaten die Bucht, gründete die Stadt und nannte sie nach dem damaligen Innenminister Sydney. Nur zehn Jahre später raffte eine Pockenepidemie große Teile der indigenen Bevölkerung dahin. Die Stadt ist wichtigster Industrie-, Handels- und Finanzplatz Australiens und Gateway für Touristen aus aller Welt.

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Sydney Opera, Ansicht von Land

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Harbour Bridge

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Konzertsaal mit interessanter Akustikdecke

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Ansicht von Harbour Bridge

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Skyline von Sydney

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Replica der Endeavour von Captain Cook in Darling Habour

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Regenbogen nach heftigem Gewitter vor Sonnenuntergang

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Darling Habour by Night

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Sydney Fish Market

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Papierkorb in Darling Harbour mit Stielelementen der Sydney Opera

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Empfang am Hafen mit Didgeridoo

 

22.10.2015                                            Sydney

Heute ist Kultur angesagt. Vom 22. Oktober bis zum 8. November findet am Prachtstrand von Sydney, am Bondi Beach, die alljährliche Kunstaustellung „sculpture by the sea“ statt. Ein begeisternd schöner Spaziergang entlang der felsigen Küstenlinie vom traumhaften Bondi Beach nach Tamarama Beach gesäumt von 100 Skulpturen von Künstlern aus aller Welt. Bondi und Tamarama sind die Vorzeige Strände von Sydney. Tamarama wird von den Locals gern als „Glamourama Beach“ bezeichnet, da hierher die „Wannabe Trendsetter“ zum Baden, Sonnenbaden oder einfach nur um gesehen zu werden kommen. Wegen des regnerischen Wetters hält sich der Besucherstrom absolut in Grenzen. Dennoch haben wir Glück denn während unserer Küstenwanderung hört es auf zu regnen.

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Bondi Beach

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„Intervention“, stellt denSchutz der Buckelwale dar

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„Troubled Youth“, witziger Blick auf das Dilemma der Mütter“

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„Acustic Chamber“, verstärkt das Rauschen des Ozeans

"Listen Time Passes"

„Listen Time Passes“, soll zum Nachdenken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft anregen

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„City Dreams“, Traum und Realität

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„Transmigration“, die Skelette der Vögel bestehen aus auf dem Ozean treibendem Plastikmüll

Leider bleibt der Kunstgenuss auf den Klippen nicht ganz ungetrübt, da ich mir beim verzückten Zurücktreten vor einem Kunstwerk den Bandapparat meines rechten Sprunggelenkes verletzt habe. Ich hätte halt doch die Wheelchair-Piste nehmen sollen! So werden wir noch zwei weitere Tage in Sydney verbringen, in der Hoffnung, dass Ediths Tape, tiefgekühlte Erbsen von Woolworth und eine Überdosis Voltaren mich bis Montag Früh wieder geh- und fahrfähig machen. Innerhalb der nächsten Woche wollen wir Melbourne erreichen, von wo aus Edith leider wegen eines zu Hause unerwartet aufgetretenen, medizinischen Problems nach Hause fliegen möchte.

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vor der Sprunggelenksverletzung

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posttraumatisch, verlassen und deprimiert zwischen den Kunstwerken

von Edith kunstvoll angelegter Tape

von Edith kunstvoll angelegter Tape

Was kann man in Sydney schon machen wenn man „fußlahm“ ist?

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… zum Beispiel mit dem Bus zum Oktoberfest fahren ….

... oder zum Fishmarket fahren, einen Lobster aussuchen....

… oder zum Fishmarket fahren, Lobster bestaunen….

... und genießen!

… und anschließend nebst einiger Squids zu genießen!

 

24.10.2015                                           Sydney

Mit dem Katamaran geht’s heute Morgen in die Watsons Bay auf deren Südseite ein wunderschöner Costal Walk, auch für Fußkranke geeignet, mit herrlichen Ausblicken auf die Steilküste der Tasmanischen See zum Wandern einlädt. Die Fahrt durch’s Inlet mit seinen schicken Anwesen am Wasser erinnert stark an die mediterranen Küsten Frankreichs und Italiens

schicke Anwesen am Wasser

schicke Anwesen am Wasser

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Sandstein-Steilküste an der Tasmanischen See

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Stand Up Paddling auch SUP, ein neuer Trendsport

 

25.10.2015                                                     Sydney

Wir haben hier in Australien mit zwei Dingen, die wir erstmals ausprobiert haben, gute Erfahrungen gemacht. Das eine ist Airbnb, ein Portal auf dem B&Bs der verschiedensten Kategorien auf der ganzen Welt angeboten werden. Man kann die Angebote nach eigenen Bedürfnissen filtern, wie z.B. ganzes Appartement, nur Zimmer, eigenes oder Gemeinschaftsbad etc., ist Familienanschluss gewünscht oder nicht, auch preislich lassen sich die Angebote eingrenzen. In Perth haben wir uns erstmals ein „Uber-Taxi“ gerufen und hier in Sydney häufiger darauf zurück gegriffen. Man bestellt das Auto mit dem Handy über eine App, die den augenblicklichen Standpunkt markiert, gibt sein Ziel ein, bekommt Fahrer, Autonummer sowie Wartezeit, meist maximal 5 Minuten, auf dem Display angegeben. Gleichzeitig kann man auf dem Handy sehen wo der Wagen gerade fährt. Während der Fahrt kann man auf dem Display verfolgen ob der Fahrer die kürzeste Route nimmt. Abgerechnet wird über die Kreditkarte, es gibt also kein Bargeld oder Trinkgeld. Am Ende der Fahrt wird der Fahrer per App beurteilt, damit Uber ein Feedback hat. Sollten Fahrer und Fahrgast sich mal verpassen dann wird dafür keine Zahlung fällig.

Nur einen Steinwurf von der Sydney Opera entfernt ist der „Royal Botanic Garden“, eine herrliche grüne Lunge der Stadt, in dem sich viele Sydneysider zum Spielen, Picknicken, sonnen oder einfach nur zum Entspannen  treffen.

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Royal Botanic Garden

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ach ja, und Sonne hatten wir auch

 

26.10.2015                              Kilometerstand: 27 700 km                                Sydney – Batemans Bay

 

Für die 30 Kilometer aus der Stadt brauchen wir Dank des „Yuck Traffic“ eine gute Stunde. Yuck heißt übrigens igitt. Wie ich von Jessi, unserer jungen Gastgeberin, lernte bezeichnet man damit hierzulande dichten Verkehr mit vielen Staus. Schwitzten wir beim Start zunächst noch so fallen außerhalb der Stadt die Temperaturen rasch auf angenehme 22°C. Wir landen auf dem Princess Hwy, der uns noch lange den Weg weisen wird. Zur Rechten begleiten uns die sanften Hügelketten der Ausläufer der Dividing Range, zur Linken die Küste der Tasmanischen See mit beeindruckenden Ausblicken, sofern die oft hohen Eukalyptuswälder den Blick auf sie freigeben. Nachdem Gabi uns von der Möglichkeit surfende Kängurus beobachten zu können berichtete, fahren wir natürlich auch zum Pebbly Beach, finden aber leider nur jede Menge „Kangaroo Poop“. Man sagt uns die Kängurus seien jetzt auf SUP umgestiegen, was sie aber erst präsentieren werden wenn sie’s perfektioniert haben. Dann begnügen wir uns eben mit Fotos von ein paar sehr zutraulichen, bunten Sittichen, die dort auf Touristen warten. Wir erreichen noch trockenen Fußes Batemans Beach wo wir ein schönes Motel direkt am Meer finden.

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Pebbly Beach, ohne surfenden Kängurus

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zutrauliche Sittiche

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dichter Urwald mit riesigen Eukalyptusbäumen

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Batemans Bay, schöne Aussicht bei schlechtem Wetter

 

27.10.2015                                  Kilometerstand:  28 000 km                              Batemans Bay  –  Lakes Entrance

 

Heute früh geht’s weiter nach Lakes Entrance im Bundesstaat Victoria.

Siehe dort.

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Batemans Bay

 

 

8 Kommentare

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  1. Claudia

    Dann können wir alle nur hoffen, dass Ihr nicht als Jointrauchende Dreadlock-Liebhaber wieder nach Hause kommt.

    LG Claudia, Lukas, Lara

  2. Annelies

    Hello Peter & Edith,

    It’s so nice to read your blog. Madeleine and I have had our last day in Sydney and are leaving Australia tomorrow. N-joy your trip and I hope to read many more great stories. Your photo’s are amazing.

    Greetz,
    Annelies

  3. Anja

    Liebe Edith, lieber Peter,
    für den fantastischen Blick auf die Blue Mountains hat sich die Wanderung in Motorradklamotten absolut gelohnt. Jörg ist ganz begeistert.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spass,

    Anja und Jörg

  4. Annelies

    How nice to see Sydney again. Just one week ago, I saw the same guy playing the didgeridoo (near the ferry). Now I’m home, back at the office ????
    Your stories are great and it’s so good to see you both enjoying Australia.

    Btw I love your haircut Edith ????

    Big hug,
    Annelies

  5. Claudia

    Und wer muss dann die ganzen TK-Erbsen essen, wenn ihr Sydney verlasst ???? 😉

    LG Claudia, Lara, Lukas

  6. Anja

    Sobald es bei uns in Deutschland wieder wärmer wird (also im nächsten Jahr…) gehen wir einmal zusammen zum Stand Up Paddling. Denn Eure Nichte liegt total im Trend und hat selbst auch ein SUP, sogar ein iSUP 😉

    Liebe Grüße und Gute Besserung für den Fuß

  7. Schmale

    Liebe Nachbarn,
    wieder einmal habe ich Ihre Reiseberichte verfolgt und die fantastischen Fotos bewundert.
    Tcha, Motorrad fahren ist eines, zu Fuß hat man dann so seine Problemchen. Wir wünschen dem Sprunggelenk eine schnelle, baldige Besserung.
    Ach ja, bitte nicht so viel Bilder von den Meeresspezialitäten einstellen, da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen. Und wir essen heute fränkische Kartoffelsuppe. ????

    LG aus dem Forchheimer Weg 11 ????

  8. Fritz Kastellan

    ……ist doch nicht von Nachteil, wenn man auf einem solchen Trip einen Doc dabei hat.

    Gute Besserung und liebe Grüße

    Fritz Kastellan

    P,S. das gibt ’ne gute Erbsensuppe, eingelegt sind sie ja schon mal.

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